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Monomere – Polymere
Barbara Bernsteiner . Objektkünstlerin
Plastik als Material
Erste Inspirationen erfuhr Barbara Bernsteiner im Jahr 2004 im Kontext einer Installation, in der sie sich mit Schwemmhölzern aus der Silvrettaregion auseinandersetzte.
In einer Fotoserie hielt sie das türkisgefärbte, mit Gletschermilch versetzte Wasser fest, auf dessen Oberfläche Schwemmhölzer ruhten, malerisch von der Natur inszeniert, räumlich ausgewogen, kontrapunktisch und doch zufällig durchsetzt von roten Plastikteilchen.
Bernsteiners Fotos zeigen formal auskomponierte, abstrakte Bilder, die sie selbst als Initialzündung für ihre zweite große künstlerische Phase, die 2012 begann, bezeichnet:
die aktuell andauernde Arbeit mit dem Material Plastik, aus dem sie ihre Kunstwerke erschafft: ebenso mehrschichtige wie monochrome oder farbintensiv-pointillistisch angehauchte Wandbilder, ihre funkelnden Sammlungen, festgehalten in den sogenannten Anzuchtschalen und die Objekte, die die sie umgebende Welt reflektieren, oder die leichtfüßig flächenüberziehenden Anpflanzwände. Bernsteiners intensiver Dialog und die für sie typische, kompromisslose Handhabe ihrer Themen und ihres Materials, schlägt sich heute in unterschiedlichen Serien und Werkzyklen nieder.
Barbara Bernsteiner versteht sich nicht als Umweltaktivistin. Doch natürlich hat sie den ebenso tiefgreifenden wie nicht zu leugnenden Negativeffekt, den die über 200 verschiedenen Plastiksorten, die unsere Welt nachhaltig belasten, klar vor Augen. In die trendige Kategorie einer handwerklich orientierten, bunten Betroffenheitskunst, die für ‚Kunst mit Müll‘ oder ‚Kunst gegen Müll‘ plädiert, lässt sie sich jedenfalls nicht einordnen. Ihr Zugang zum Plastik bleibt ein offen ausgesprochen zwiespältiger.
Mit ihrem jahrzehntelang praktizierten, konsequenten Ansatz der ernsthaften Verwendung von Fundstücken, die sie aus ihren Kontexten löst, mit anderen Materialien konfrontiert und auf diese Art eine verfremdende Perspektive auf einen neu geschaffenen Kosmos herstellt, steht Barbara Bernsteiner in einer ebenso aktuellen wie globalen Tradition zeitgenössischer Künstler*innen, die sich gekonnt wie elegant zwischen den unterschiedlichen Formaten – Malerei, Objektkunst und Installation – bewegen und sich auf keine Klassifizierung festlegen lassen wollen.
„Die Welt ist nun einmal komplex, unvorhersehbar und vielfältig, Die Natur, auch die vom Menschen geschaffene anthropogene, bildet einen Kreislauf, mit dem wir uns immer neu konfrontieren müssen,“ so die Künstlerin. „Vielleicht gelingen den Menschen zukünftig ungeahnte, praktikable Konzepte, die Plastik nicht als Müll definieren, sondern es in noch nicht durchdachte und noch zu erfindende gedankliche Kontexte integrieren.“
Ihr Zugang zu dem weiten Sammelbegriff, unter den wir Plastik fassen, ist von einem künstlerischen Interesse geprägt, dessen Ursprung ebenso in der Malerei wie in der Installationskunst zu finden ist. Bernsteiner lehnt Worte wie „Müll“ oder „Plastikmüll“ ab. Sie agiert stattdessen mit Begriffen wie Material, Quelle, Impuls, Ressource und aus diesem fundierten Denkansatz entwickeln sich logische Algorithmen, die ihre Kunst aus einer bereits bestehenden Grundsubstanz räumlich, formal und ästhetisch entstehen lassen.
„Ich sehe Plastik rein als Material, als eine Materie, die mich im Alltag umgibt und die für meine Arbeit in großer Menge zugänglich ist. Plastik ist ein genialer Werkstoff, spannend in seiner Betrachtung, inspirierend in der formal ästhetischen Behandlung. Ich kann alles damit machen: es zerschneiden, einritzen, bemalen, es auf fremdem Untergrund wie eine Leinwand annähen, es in Kontrast zu herkömmlichen, malerischen Techniken oder solchen der Textilkunst setzen.“
Entemotionalisiert betrachtet hat Plastik Eigenschaften wie das positiv besetzte Glas: glitzernd, transparent, funkelnd, spiegelnd, reflektierend usw. Aus diesen Charakteristika ergeben sich unzählige Fragestellungen und Möglichkeiten der künstlerischen Behandlung.
In ihrer bis in kleinteiligste Fragmente, nie dekorativen Exploration, ist Barbara Bernsteiner stets auf der Suche nach spannenden, formalen Ansätzen, die thematisch folgerichtig weitergedacht und in der Kontextualisierung ihrer künstlerischen Umsetzung adäquat realisiert werden wollen. Ihre Auseinandersetzung ist durchzogen vom gestalterischen Interesse einer Künstlerin, die Experimente und Risiken eingeht und auch philosophische Denkräume zu eröffnen sucht.
Wer ihre vorherigen, großangelegten Serien, die umhäkelten Wollobjekte und die daraus entstandenen Installationen kennt, weiß, dass diese Künstlerin vorurteilslos eine Symbiose mit ihrem Material eingeht, die eine eigene Kraft entwickelt und zu stringenten, verblüffend humorvollen, aber ebenso auch sozialkritischen, unter die Haut gehenden Werken führt.
In all ihren Arbeiten kann man die Installationskünstlerin spüren, die es gewohnt ist, ihre Kunst in direkter Auseinandersetzung mit dem zur Verfügung stehenden Raum entstehen zu lassen. Sie sucht die Wand, ihre sich in die Fläche erstreckende Größe, ebenso wie ihr Gegenteil, die Überwindung derselben. Sie drängt in den dreidimensionalen Raum und geht zurück zur Fläche, zu Wandobjekten, die sie in durchbrochenen Schichtungen gestaltet. Ihr Material sind die sogenannten PETstoffe (PET steht für: Poly Ethylen Terephthalat). Sie sind unzerbrechlich und sehr leicht, robust in ihrer Handhabung. Man kann sie mit Wasser reinigen, dadurch bleiben Strahlkraft und Farbigkeit erhalten, was ein wichtiges Argument für Barbara Bernsteiner ist. Das Ausgangsmaterial wird sorgfältig zerschnitten, in immer gleiche Teilchen, die mal aussehen wie Schuppen oder Blätter, mal an Blüten oder geritzte Fischflossen erinnern. In unterschiedlichen Phasen entstanden unterschiedliche Arbeiten. Elemente wurden zunächst aufgeklebt auf farbigen Untergründen, Leinwänden, die bemalt oder mit Wollschichtungen flächig behäkelt sind. Zunehmend ging Barbara Bernsteiner zu ihrem wegbegleitenden Markenzeichen zurück. Heute näht sie die Schuppen in einem diffizilen Verfahren direkt auf die Leinwände an. Der konzentrierte Fokus auf den Mikrokosmos ‚Nahtstelle‘ ist ebenso mühsam wie gerechtfertigt. Nur er lässt Tiefe und Reflektion, eine eigentümliche Sogwirkung und die Schönheit ihrer Bilder zu. Ob im Diptychon fluss – spiegelung 1+2 oder den von Monet inspirierten anthropogene buntrosenteiche, Barbara Bernsteiners Anliegen liegt in einer doppelbödigen, größtmöglichen Transparenz. Sie ist auf der Pirsch und sucht den Lichteinfall einzufangen, ihn in den zwar konstanten, sich jedoch stets lebendig verändernden Zustand der Brechung zu überführen, neue Prismen aufscheinen zu lassen. Faszination resultiert auch aus dem Prinzip der Wiederholung, der unbeirrbar, fast manisch arrangierten, immer gleich gearteten Teilchen, die als changierende Plastikpartikel sorgsam penibel konzipiert, einen fadenbeschichteten Untergrund überziehen. Das können dann auch leicht einmal 4.000 Schuppen sein, die auf ein Bild angenäht werden, um die gewünschte Tiefe und changierenden Farbverläufe zu erzeugen.
Zusammengenommen erzeugen Bernsteiners kompositorische Versatzstücke eine mitreißende Dynamik, die mit überzeugender Entschiedenheit eine Fließrichtung entstehen lassen, dessen vielfältige Ströme an der Oberfläche und in der Tiefe eine Menge zu-Entdeckendes in sich bergen.
Besonders ihre monochromen Wandarbeiten faszinieren durch ihre schwer ergründbare Farbigkeit, ihre lichtdurchflutete Transparenz und einnehmende Schönheit.
Aus dem Ganzen geht der Blick ins Detail, zurück zum Ganzen: die innere Bewegtheit der einzelnen Elemente hätte man, in ihrer poetischen Resonanz, dem Ausgangsmaterial Plastik nicht zugetraut.
Und so synthetisieren Barbara Bernsteiners Werke das Alltägliche mit der Kunstwelt, indem sie die eingefangenen Blicke in eine unbekannte Tiefe führen, die ebenso geheimnisvoll wie konkret bleibt.
Andrea K. Schlehwein 2.8. 2020
„Die Brücke“ Juli/August 2009
Wasser.Leben findet kunstvolle Fortsetzung(en)
Das Wasser als ein Ausgangssujet künstlerischer Überlegungen ist in diesem Sommer sowohl in Klagenfurt als auch in Millstatt Thema raumbezogener Arbeiten von Barbara Bernsteiner. Die Künstlerin die ursprünglich Malerei an der Wiener Akademie der bildenden Künste studierte, gilt heute als eine der wichtigsten Künstlerinnen, die mit textilen Techniken und Materialien arbeitet – und sie steht dabei im Kontext einer höchst lebendigen internationalen Tendenz. Die Basis ihrer Werke bilden Fundobjekte, die sie mit grauer Wolle umhüllt und zumeist in einer direkten Auseinandersetzung mit dem Raum installiert. Gegenstände aus dem Alltag, deren visuelle Wahrnehmung oft beiläufig passiert, ohne dass wir ihre Bedeutung hinterfragen oder zur Diskussion stellen. Die Rauminszenierungen haben dabei stets so etwas wie einen „common sense“, je nach den Rahmenbedingungen und den thematischen Vorgaben des Ausstellungsortes. So konfrontiert sie uns im Rahmen der Kunst-biotope im Kärntner Verwaltungszentrum mit visuellen Bildern des Realen und entwickelt ausgehend von der Bürosituation eine Geschichte. Die individuelle Begrünung durch den Benutzer „die grüne Büroecke oder die Pflanze am Schreibtisch“, auch als Teil einer Subjektivierung des Arbeitsraums, wird durch die Atrien erweitert. Doch der Raum, der in sich geschlossen ist, funktioniert nicht nur als „kollektive Topfpflanze“, sondern evoziert so Barbara Bernsteiner rein formal auch Assoziationen an ein Aquarium – und so lässt sie graue überarbeitete Plastikhaie, die je nach Blickwinkel in ihrer charakteristischen Silhouette bedrohlich erscheinen, durch den Raum schweben. Die aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gerissenen Gegenstände werden zu absurden Versatzstücken ihrer eigenen Realität vom Büro bis hin zur Poolbar und den vielgründigen Unterwasserwelten.
Im Gegensatz dazu entwickelt Barbara Bernsteiner für den Rittersaal im Stift Millstatt eine weitaus abstraktere Rauminstallation mit Schwemmhölzern aus dem Silvrettastausee und Flusssteinen aus der Drau. Die Schwemmhölzer wurden von der Künstlerin zunächst als fotografische Serie festgehalten und später erstmals seit längerer Zeit wieder in die Malerei übersetzt. Doch ganz real bilden sie das Innere ihrer textilen Objekte. Selbst schon durch das Wasser bearbeitet, geglättet und abgerundet sowie ausgebleicht wird das Holz durch die Überarbeitung mit grauer Wolle noch abstrakter und zu einem linearen, zeichenhaften Spiel an der Wand. Das Schwemmholz, das durch Monate oder Jahre im Wasser einen weiten Weg hinter sich brachte, hat durch die Ausschwemmung und durch das Austrocknen in der Sonne seine ursprüngliche Gestalt und Farbe verloren. Seine graue Farbe lässt es selbst in der Natur als graphische Strukturen an der grünen Wasseroberfläche erscheinen. Zuvor ein Teil eines Baumes, wurde es zur Fließsperre im Wasserlauf, zum Nistplatz oder zu einem angeschwemmten Haufen am Ufer. Doch seine Geschichte wird in der neuen Funktion als Kunstobjekt aufgegeben, in dem die Künstlerin mit den Schwemmhölzern neue Inhalte in den Raum setzt. Die durch das Wasser geformte fließende Oberfläche des Holzes wird durch die Überarbeitung noch weiter präzisiert. Neben den Schwemmhölzern überarbeitete die Künstlerin Flusssteine aus der Drau, abgerundet, abgeschliffen, durch die stete Bewegung des Wassers. Durch die Leichtigkeit des Abhängens bringt sie die Steine in Bewegung und versetzt sie in Schwingung. Der Stein ist ein Gegenstand, den wir allgemein mit Statik verbinden. Dabei zeigt gerade die Form der runden Flusssteine, dass diese permanent in Bewegung sind, ohne dass wir dies tatsächlich wahrnehmen können. Diese Aspekte einer anderen Zeitlichkeit und Realität, die in der Natur existieren, greift Bernsteiner auf und setzt sie in charakteristischer Weise in einer textilen Überarbeitung und Inszenierung im Raum um. Die aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gerissenen Gegenstände aus der Natur werden zu abstrakten Zeichen im Raum. Sie erinnern auch an die diffizile Spannung zwischen Mensch und Natur, in dem sie die Balance des Fundortes durchbricht und die Objekte eine neue künstliche Realität integriert. Solcherart schafft die Künstlerin aus den gefundenen Naturstücken einer Wasserlandschaft einen neuen begehbaren Ort. Das Wasser wird zur treibenden, dynamischen und überzeitlichen Kraft, die das Grundmaterial liefert, für jene Objekte, die Barbara Bernsteiner als reduzierte zeichen in den Raum einschreibt und zeigt, dass Stücke von Treibholz genügen, um große Bilder zu schaffen (Richard Long) …
Silvie Aigner Kuratorin Rittersaal Stift Millstatt und Kunst-Biotope, 2009
kunst_biotope 2009
Barbara Bernsteiner
*1959 in Millstatt, Kärnten, 1985–89 Univ. Wien Studium der Psychologie, 1987–93 Studium der Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien. Barbara Bernsteiner, lebt und arbeitet in Millstatt und Wien.
Barbara Bernsteiner arbeitet mit Fundobjekten, die sie mit grauer Wolle umhüllt und zumeist in einer direkten Auseinandersetzung mit dem Raum installiert. Ihre Objekte stehen dabei im Kontext mit der internationalen Tendenz, das textile Material wieder verstärkt in den Mittelpunkt einer skulpturalen oder installativen Umsetzung zu stellen. Die Basis ihrer Arbeit bildet der Alltag und seine Gegenstände, deren visuelle Wahrnehmung oft beiläufig passiert, ohne dass wir ihre Bedeutung hinterfragen oder zur Diskussion stellen. Die Atrien des Verwaltungszentrums Klagenfurt hat Barbara Bernsteiner als besondere Situation wahrgenommen und als Herausforderung betrachtet sich mit dem Ort näher auseinanderzusetzen. Vor allem die traditionelle Bürosituation mit Topffplanze und Computer diente ihr aus Ausgangsbasis. Diese individuelle Begrünung durch den Benutzer „die grüne Büroecke oder die Pflanze am Schreibtisch“, auch als Teil einer Subjektivierung des Arbeitsraums wird durch die Atrien in Form einer „kollektiven Begrünung“ erweitert. Daran anzusetzen und daraus eine Geschichte zu entwickeln war Basis der Installation von Barbara Bernsteiner. Der Raum der in sich geschlossen ist funktioniert nicht nur als „kollektive Topfpflanze“, sondern evoziert so Barbara Bernsteiner rein formal auch Assoziationen an ein Aquarium. Die Künstlerin isoliert Zitate aus dem vor Ort wahrgenommenen Alltag und setzt sie zu einer neuen Geschichte zusammen, die jedoch die vorgefundene Situation ironisch überzeichnet. Die aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gerissenen Gegenstände wie Hasen, Computer oder überrbeitete, aufgeblasene Plastikhaie werden zu absurden Versatzstücken ihrer eigenen Realität. Die passive Entfremdung des ursprünglichen Gegenstands verstärkt die Künstlerin mittels der Umhüllung und Verhüllung der Objekte mit grauer Wolle. Der Gegenstand verliert infolge der Umhäkelung seine charakteristische, zumeist bunte Oberflächenstruktur und wird zur reinen Form.
© Silvie Aigner 2009
„Emanzipation und
Konfrontation“ K08
Textauszug aus dem Katalog
„Kärntner Kunst nach 1945“
zu Barbara Bernsteiner – Museum für Moderne Kunst, Klagenfurt
Barbara Bernsteiner arbeitet mit Fundobjekten. Die passive Entfremdung des ursprünglichen Gegenstands erreicht sie mittels der Umhüllung und Verhüllung der Objekte mit grauer Wolle. Der Gegenstand verliert infolge der Umhäkelung seine charakteristische, zumeist bunte Oberflächenstruktur und wird zur reinen Form. Die Bandbreite der dafür herangezogenen Objekte erstreckt sich von Stäben, Schriftrollen, Schwemmhölzern, die Bernsteiner als reduzierte Zeichen installiert, bis hin zu Gegenständen, die mit dem Thema Heimat in all seiner Ambivalenz konnotiert sind. Das Hirschgeweih, der Gartenzwerg oder die Blumentöpfe werden je nach Standpunkt als selbstverständlicher Dekor gelesen oder als Symbol für eine konservativ-provinzielle Lebenshaltung, die Barbara Bernsteiner auf ironisch-humorvolle Weise thematisiert. Motive wie die Figur des Hermes oder die aufgeschnittenen Kokons durchbrechen jedoch eine allzu geradlinige Lesbarkeit. Ihre Arbeiten entstehen selten als skulpturale Einzelstücke, sondern werden von der Künstlerin als Installationen in eine komponierte Beziehung zueinander gesetzt. Der Schwerpunkt liegt dabei neben dem Gegenstand daher vor allem auf einer installativen, formalen Anordnung. In einer für die zeitgenössische skulpturale Sprache gängigen Kombination von realen Gegenständen und rein abstrakten Objekten macht Bernsteiner komplexe Kontexte des Alltagslebens und der Gesellschaft sichtbar.
Mag. Silvie Aigner (Kuratorin)
Slovenia 2007
N I T – “ the t h r e a d”
As a rule, the woolen thread characteristic of the work of Barbara Bernsteiner is grey – and such it is also in this installation entitled i_frozen-dwarfs-time_07. The special grey tint actually negates the colouring and elevates the form. The functions of various useful objects, which are all covered with the same crocheted pattern, have been abstracted. Together with completely abstract objects, such as crocheted sticks, they are placed in compositions reflecting a high level of purely modernistic visual language, which enable various contextual interpretations. Nevertheless, Bernsteiner`s work contains a highly expressive narrative component. In the works i_frozen-dwarfs-time_07 and E_tisch_00, a pleasant dinner for two has been transformed into a new scene, which is laden with the traumas of everyday routines and misunderstandings, and presented almost as a dreadful image of Dorian Gray. The twisted stalks of wineglasses and cut-off legs of chairs and tables symbolise tragic developments in numerous partnerships – not to speak of the apple`s symbolic value at all. Enchainment. Confinement. Confinement? It may be that the objects covered by the same crocheted pattern are a metaphor for encasement. But beware! The wall clock, which is also meticulously covered by the crocheted pattern, is still ticking. No matter how much the pleasant memory has been transformed, life goes on and hope remains.
Maja Skerbot, “thread – NIT” SlovenjGradec, Slovenia 2007
