plastic landscaping
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Plastik ist für mich ein Material voller Überraschungen: funkelnd, durchsichtig, lebendig. Ich zerschneide, ordne und nähe es und lasse aus kleinen Fragmenten Bildräume entstehen, die zwischen Malerei, Objekt und Installation schweben. Jedes Stück fängt Licht, Farbe und Bewegung ein – und verwandelt das Alltägliche in eine neue, poetische Welt.
Meine Beschäftigung mit Plastik begann 2004, als ich in einer Installation Schwemmholz in einem Stausee fotografierte – darin tauchten kräftig rote und blaue Plastikfragmente auf, fremd, vertraut und nachdenklich stimmend in einer sonst so idyllischen Berglandschaft.
Seit 2012 arbeite ich zunehmend auch mit Plastik als Ausdrucksmaterial in meiner Kunst. Es interessiert mich dabei nicht der bekannte Aspekt des Problems „Plastik-Müll“, sondern es begann mich als Material, Ressource und Träger visueller Phänomene anzuziehen: Transparenz, Glanz, Reflexion. Gefundene Plastikteile zerlege ich, zerschneide sie, ordne sie seriell und nähe tausende der so entstandenen Formen in einem aufwendigen Prozess auf Leinwände. So entstehen Bildräume, die sich zwischen Malerei, Objektkunst und Installation bewegen.
B.Bernsteiner, 2020






